Neue Modelle und starke Unterschiede prägten den Automarkt 2025
Neue Modelle und starke Unterschiede prägten den Automarkt 2025, Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Der europäische Automarkt stand 2025 unter Druck. Sparprogramme, Stellenabbau und das Ende staatlicher Förderungen prägten die Lage. Trotzdem blieb der Einbruch aus. In Deutschland wurden in den ersten elf Monaten 2.611.152 Pkw neu zugelassen und damit mehr als im Vergleichszeitraum 2024 mit 2.592.610 Einheiten. Die Zahlen zeigen eine fragile Stabilität. Der Blick auf einzelne Hersteller offenbart deutliche Unterschiede, wie auch bei aktuellen Zulassungszahlen sichtbar wird.

Inhaltsverzeichnis

Absatz in Deutschland

Die Entwicklung fiel je nach Marke sehr verschieden aus. Besonders stark legte BYD zu und erreichte 19.197 Zulassungen nach 2568 im Vorjahr. Dagegen verlor Tesla deutlich und kam nur noch auf 17.358 Fahrzeuge statt 33.669. Die Überarbeitungen von Model 3 und Model Y führten zu keiner Belebung. Zusätzlich wirkten öffentliche Auftritte von Elon Musk belastend, was sich auch in der Absatzkrise auf dem Automarkt widerspiegelt.

Der Gesamtmarkt profitierte davon, dass trotz Wegfall der E-Auto-Kaufunterstützung kein kompletter Absturz erfolgte. Für 2026 wird mit einer leichten Erholung gerechnet. Gründe sind neue Förderprogramme und günstigere Elektrofahrzeuge.

Aktuelle Neuzulassungen zeigen, welche Modelle 2025 in Deutschland besonders gefragt sind:

Film: YouTube / Kanal AUTO BILD

Audi

Audi kam auf 184.168 Zulassungen nach 186.055 im Jahr 2024. Der Hersteller schloss den Standort Brüssel. Die Konkurrenz durch BMW und Mercedes verschärfte die Lage. Weltpremieren von Q7 und Q9 sind vor allem für Asien und Nordamerika relevant. Für Europa ist die Modellpflege des Q4 e-tron entscheidend.

In der zweiten Jahreshälfte verdichtet sich das Projekt A2 e-tron zum Serienmodell. Technisch orientiert es sich am ID.3 aus dem Volkswagen-Konzern. Die Premiere wird 2026 erwartet, die Auslieferung 2027.

BMW

BMW steigerte den Absatz auf 229.536 Einheiten nach 211.279. Die Marke blieb stabil. Mit dem iX3 auf Basis der Neuen Klasse stellte BMW im Spätsommer 2025 ein zentrales Modell vor. Die Nachfrage ist hoch. Liefertermine für 2026 sind nicht immer sicher.

Im dritten Quartal folgt die Doppelpremiere des neuen Dreiers mit Verbrenner und der i3-Limousine. Der i3 soll ab 2027 auch als Kombi erscheinen. Je nach Version sind 80 bis 100 Kilowattstunden Batteriekapazität und Ladeleistungen über 300 Kilowatt vorgesehen. Der iX1 zählt trotz hoher Preise zu den zehn gefragtesten Elektroautos in Deutschland.

BYD

Der chinesische Hersteller baut seine Präsenz aus. Der Absatz stieg in elf Monaten auf mehr als das Siebenfache. Auf EU-Zölle reagierte BYD mit Anpassungen. Der Atto 2 kommt 2026 auch als Plug-in-Hybrid. Zusätzlich erhält das Elektro-SUV eine größere Batterie mit höherer Ladeleistung, passend zum Trend chinesischer Elektroautos in Deutschland.

Der Atto 3 wird leicht überarbeitet. Software-Schwächen sollen behoben werden. Der Dolphin spielte bislang nur eine Nebenrolle. Eine Modellpflege im Sommer soll das ändern.

Dacia

Dacia erreichte 65.706 Zulassungen nach 64.169. Die Marke ist bei privaten Käufern stark. 2026 sind keine komplett neuen Modelle geplant. Sandero, Jogger und Duster erhalten Überarbeitungen. Neu ist beim Bigster die Kombination aus Allradantrieb und Autogas.

Dacia bleibt der einzige Hersteller mit LPG ab Werk. Auch der Spring wird aktualisiert. Die Batteriechemie wechselt von NMC zu LFP. Die Kapazität sinkt auf 24,3 Kilowattstunden. Die DC-Ladeleistung steigt auf 40 Kilowatt. Die Motorleistung wächst auf 53 und 75 Kilowatt.

Ford

Ford steigerte den Absatz auf 100.390 Fahrzeuge nach 92.793. Focus, Kuga und Puma führten die Statistik an. Der Focus wurde im November eingestellt. Der Kuga nähert sich dem Ende seiner Bauzeit. Größere Impulse sind vorerst nicht in Sicht.

Explorer, Capri und Puma erhalten 2026 kleinere Updates. Das erste bei Renault produzierte Elektroauto kommt erst Anfang 2028. Für Händler bedeutet das eine lange Durststrecke.

Honda

Honda kam auf 6.757 Zulassungen nach 6.526. 2026 kehrt der Prelude zurück. Das Coupé nutzt einen seriellen Hybridantrieb. Der Verbrenner treibt überwiegend einen Generator an. Der Elektromotor übernimmt den Vortrieb. Der Einstiegspreis liegt bei knapp 50.000 Euro.

Der deutsche Automarkt zeigte 2025 Widerstandskraft. Ein leichtes Plus bei den Zulassungen und stark wachsende Marken wie BYD prägten das Bild. Gleichzeitig kämpfen etablierte Hersteller mit Umbrüchen. Die Weichen für 2026 sind gestellt.

FAQ

Wie entwickelte sich der Neuwagenmarkt in Deutschland 2025?

Der Neuwagenmarkt blieb trotz schwieriger Rahmenbedingungen stabil. In den ersten elf Monaten wurden 2.611.152 Pkw neu zugelassen und damit etwas mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Welche Marke verzeichnete 2025 das stärkste Wachstum?

BYD erzielte das stärkste Wachstum. Die Zulassungen stiegen von 2.568 auf 19.197 Fahrzeuge und lagen damit mehr als siebenmal höher als im Vorjahr.

Warum verlor Tesla deutlich an Zulassungen?

Tesla verzeichnete einen starken Rückgang, da die Überarbeitungen von Model 3 und Model Y keine zusätzliche Nachfrage erzeugten und externe Faktoren die Marktposition schwächten.

Welche Bedeutung hat der BMW iX3 für die Marke?

Der BMW iX3 ist das erste Modell auf Basis der Neuen Klasse und spielt eine zentrale Rolle für die zukünftige Elektrostrategie des Herstellers.

Welche Besonderheit bietet Dacia beim Bigster?

Dacia bietet beim Bigster eine Kombination aus Allradantrieb und Autogas an und ist damit aktuell der einzige Hersteller mit LPG ab Werk.

Wann kehrt der Honda Prelude zurück?

Der Honda Prelude kommt 2026 zurück und wird mit einem seriellen Hybridantrieb angeboten, bei dem ein Elektromotor den Vortrieb übernimmt.

Quelle: HEISE, PATIZONET