Die diesjährige Automesse IAA in München hat viele Besucher überrascht. Chinesische Hersteller bestimmten das Bild in den Hallen und stellten zahlreiche neue Elektrofahrzeuge vor. Deutsche Unternehmen präsentierten ebenfalls wichtige Modelle, doch die Konkurrenz aus Asien rückte besonders in den Vordergrund.
Inhaltsverzeichnis:
- Friedrich Merz und der Mercedes GLC
- Renault Clio mit neuer Weltpremiere
- BAW 212 setzt auf Dieselpower
- XPeng 7 Plus beeindruckt mit Design
- VW ID.Cross zeigt neue Kompaktklasse
- BMW iX3 mit Retro-Elementen
- Nio Firefly mit problematischem Auftritt
- Forthing V9 mit auffälliger Optik
- Skoda Vision O sorgt für Diskussion
- PIX Moving und autonome Konzepte
Friedrich Merz und der Mercedes GLC
Bei seinem Rundgang besuchte Bundeskanzler Friedrich Merz den Stand von Mercedes. Dort kam es zu einem unglücklichen Moment. Mercedes-Chef Ola Källenius konnte den Frunk des neuen GLC nicht öffnen. Dieses Modell ist für den Konzern von hoher Bedeutung, da die Verbrenner-Version zu den meistverkauften Fahrzeugen gehört. Ob die elektrische Variante daran anknüpfen kann, bleibt ungewiss.
Renault Clio mit neuer Weltpremiere
Ein wichtiger Höhepunkt der Messe war die Vorstellung des Renault Clio. Das Modell feierte seine Weltpremiere mit sparsamen Benzin- und Hybridantrieben. Der Verbrauch liegt bei durchschnittlich 3,9 Litern. Das Cockpit wurde überarbeitet und orientiert sich am Renault 5. Mit dieser Ausstattung setzt der Clio ein klares Zeichen im Segment der Kleinwagen.
- Verbrauch: 3,9 Liter auf 100 km
- Motoren: Benzin und Hybrid
- Neuer Innenraum basierend auf Renault 5
BAW 212 setzt auf Dieselpower
Der Hersteller Beijing Automobile Works präsentierte den BAW 212. Der Wagen orientiert sich deutlich am Jeep Wrangler und wirkt robust. Das Modell ist mit einem Zweiliter-Dieselmotor mit 165 PS und 415 Newtonmetern Drehmoment ausgestattet. Kombiniert wird der Motor mit einer Achtgang-Automatik. Händler in Deutschland zeigen bereits großes Interesse.
- Zweiliter-Diesel
- 165 PS Leistung
- 415 Nm Drehmoment
- Achtgang-Automatik
XPeng 7 Plus beeindruckt mit Design
Ein weiteres Highlight kam von XPeng. Der 7 Plus sticht aus der Vielzahl an Elektro-Limousinen heraus. Mit einer Länge von über fünf Metern und einer Leistung von bis zu 503 PS zeigt der Wagen Größe und Kraft. Die Reichweite liegt bei maximal 550 Kilometern. Besonders hervorzuheben ist die Ladeleistung, die laut Hersteller bei 470 Kilowatt liegt.
VW ID.Cross zeigt neue Kompaktklasse
Volkswagen präsentierte mit dem ID.Cross ein neues elektrisches SUV. Es ist kompakter als viele chinesische Modelle und soll dennoch ausreichend Platz bieten. Der Marktstart ist für 2026 vorgesehen, der Preis soll bei rund 30.000 Euro liegen. Ein praktisches Detail ist die klappbare Rückbank, die zusätzlichen Stauraum schafft.
BMW iX3 mit Retro-Elementen
BMW stellte den iX3 in der „Neuen Klasse“ vor. Das Modell verbindet moderne Elektroleistung mit Elementen aus den 1960er Jahren. Das Design erinnert an den BMW 1500 und zeigt deutlich schmalere Frontnieren. Damit verabschiedet sich der Hersteller von den umstrittenen breiten Kühlergrills.
Nio Firefly mit problematischem Auftritt
Unter den weniger gelungenen Vorstellungen zählt der Nio Firefly. Die Insekten-ähnliche Frontgestaltung stieß auf viel Kritik. Der Startpreis soll bei knapp 30.000 Euro liegen. In Deutschland blieb die Marke bisher erfolglos, versucht aber mit diesem Modell einen neuen Einstieg.
Forthing V9 mit auffälliger Optik
Der chinesische Hersteller Dongfeng brachte mit dem Forthing V9 einen großen Luxusvan. Doch die Gestaltung des Kühlergrills erinnert eher an eine Fantasiekulisse. Der Wagen ist zwar als Hybrid langstreckentauglich, doch das Design polarisiert stark.
Skoda Vision O sorgt für Diskussion
Skoda zeigte die Studie Vision O. Die extrem schmalen Leuchtenbänder und das beleuchtete Logo weichen stark vom bisherigen Markenbild ab. Noch ist unklar, ob dieses Modell überhaupt in Serie gehen wird.
PIX Moving und autonome Konzepte
Einen Blick in die Zukunft warf PIX Moving. Das Unternehmen stellte ein autonomes Robobus-Konzept vor. In China sind solche Entwicklungen bereits im Einsatz. Das Modell verbindet automatisiertes Fahren mit Drohnentechnik und verdeutlicht den Trend zur Überwachung im Verkehr.
Die IAA 2025 zeigte eine klare Verschiebung der Kräfte. China präsentierte sich mit vielen neuen Elektroautos und dominierte große Teile der Messe. Deutsche Hersteller setzten auf Modernisierung und Tradition zugleich, doch die Konkurrenz wird immer stärker. Die Mischung aus Tops und Flops macht deutlich, wie dynamisch und herausfordernd die aktuelle Lage der Automobilindustrie ist.
Quelle: FOCUS, YouTube