Dynamische Preise beim Laden in Hannover
Dynamische Preise beim Laden in Hannover, Foto: Pixabay

Der Energiedienstleister Enercity hat zusammen mit EV-Pay erstmals in Deutschland dynamische Strompreise für das Ad-hoc-Laden von Elektroautos eingeführt. Das Pilotprojekt beginnt in Hannover und umfasst zwölf öffentliche Schnellladestationen mit insgesamt 24 Ladepunkten am Cityring.

Inhaltsverzeichnis:

Ad-hoc-laden in Hannover

Ad-hoc-Laden ermöglicht es, ein Elektrofahrzeug spontan ohne Registrierung aufzuladen. Kunden müssen nur ihre Giro- oder Kreditkarte an das Terminal halten. Auch Apple Pay und Google Pay sind nutzbar. Danach startet der Ladevorgang sofort. Der aktuelle Preis pro Kilowattstunde wird sowohl online als auch an der Ladesäule angezeigt. Die Tarife für den Folgetag stehen ab 13:30 Uhr fest.

Dominik freund und ev-pay

Dominik Freund, Geschäftsführer von EV-Pay, betonte den Durchbruch der Kooperation mit Enercity. Erstmals können für das Ad-hoc-Laden stundengenaue Day-Ahead-Preise vom Spotmarkt eingebunden und eichrechtskonform abgerechnet werden. Damit werden Verkehrswende und Energiewende stärker miteinander verknüpft. Das Projekt schafft eine deutliche Lenkungswirkung für Fahrer von Elektroautos.

Preisgestaltung mit transparenz

Enercity und EV-Pay heben die Vorteile hervor. Die Preisspanne reicht von 37 bis maximal 67 Cent pro Kilowattstunde. Besonders günstige Ladezeiten entstehen dann, wenn viel Strom aus Wind- und Solaranlagen eingespeist wird. Auch die Preisobergrenze soll Sicherheit bieten. Fahrer können dadurch ihre Ladevorgänge besser planen.

Wichtige Punkte im Überblick:

  • 12 Schnellladestationen in Hannover
  • 24 Ladepunkte am Cityring
  • Preise zwischen 0,37 und 0,67 Euro pro kWh
  • Veröffentlichung der Preise täglich um 13:30 Uhr

Einfluss auf erneuerbare energien

Dynamische Preissignale sollen das Ladeverhalten beeinflussen und Lastspitzen im Stromnetz verringern. Wenn die Nachfrage hoch ist, steigen die Preise. Bei geringer Nachfrage werden Ladevorgänge in Zeiten mit höherem Anteil erneuerbarer Energien verschoben. So kann überschüssige Energie aus Wind und Sonne effizient genutzt und das Stromsystem entlastet werden.

 Quelle: Focus